Der Ort war schon immer nebensächlich.
Über Hochzeiten, Atmosphäre und die Menschen,
die Räume mit Geschichten füllen.
Meine Oma plante ihre Reisen danach, welche Oper sie sehen wollte.
Nicht der Ort bestimmte die Reise. Sondern das, was sie dort erleben würde.
Ich weiß nicht, ob mir das deshalb heute so selbstverständlich erscheint. Aber wenn ich über Hochzeiten nachdenke, denke ich ähnlich.
Wir verbringen Monate damit, nach dem richtigen Ort zu suchen. Schloss oder Gutshof. Berge oder Stadt. Italien oder Österreich. Historische Mauern, moderne
Architektur, Garten, Gewächshaus.
Dabei ist ein Ort am Anfang erst einmal genau das: ein Ort.
Noch keine Atmosphäre. Noch keine Erinnerung. Noch keine Geschichte.
Die entsteht erst, wenn Menschen beginnen, ihn zu verändern.
Eine Bühne ist erst einmal leer.
Erst durch Musik, Licht, Kostüm, Bühnenbild, Bewegung und Menschen entsteht eine Welt. Und obwohl Tosca seit über hundert Jahren dieselbe Geschichte
erzählt, kann jede Inszenierung vollkommen anders wirken.
Genau darin liegt für mich die Parallele zu Hochzeiten.
Auch hier kommen unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Disziplinen zusammen. Eine Floristin sieht einen Raum anders als eine Papeteriedesignerin.
Eine Hochzeitsplanerin denkt in Abläufen, Blickachsen und Übergängen. Fotograf:innen sehen Licht. Musiker:innen spüren Dynamik. Köch:innen übersetzen
Atmosphäre in Geschmack.
Und jede dieser Perspektiven verändert die nächste.
EINE HOCHZEIT ENTSTEHT IMMER
ZWISCHEN DEN GEWERKEN
Das Besondere liegt nicht nur in der einzelnen Idee. Es liegt in dem Moment, in dem die Floristik auf die Architektur reagiert. Die Papeterie Materialien und Farben
wieder aufnimmt. Das Licht am Abend eine völlig andere Stimmung erzeugt als am Nachmittag. Musik einen Übergang trägt. Das Dinner langsamer wird. Kerzen
herunterbrennen. Menschen ihre Plätze verlassen.
Hochzeitsdesign ist lebendig. Und deshalb lässt sich eine wirklich persönliche Hochzeit auch nicht vollständig auf einem Pinterestboard vorplanen.
Pinterest kann eine Richtung zeigen. Eine Farbwelt. Eine Sehnsucht. Ein Gefühl. Aber irgendwann muss aus Inspiration Gestaltung werden. Und dafür braucht es
Menschen, denen ihr vertraut.

F*ck Pinterest.
LASS SIE MACHEN.
Wer Dienstleister:innen ausschließlich dafür bucht, ein bereits fertiges Bild möglichst exakt nachzubauen, lässt einen großen Teil dessen ungenutzt, wofür diese
Menschen eigentlich gebucht wurden: ihre Erfahrung, ihre Handschrift, ihr Gespür und ihre Kreativität.
Die spannendsten Konzepte entstehen, wenn es eine klare gemeinsame Richtung gibt und innerhalb dieser Richtung Raum bleibt. Für Ideen. Für Reaktion.
Für Dinge, an die vorher niemand gedacht hat.
Denn vielleicht hat eure Floristin eine Idee, die wiederum meine Arbeit verändert. Vielleicht finde ich ein Material, das plötzlich auch in einem anderen Teil des Designs auftaucht. Vielleicht sieht eure Planerin eine Möglichkeit im Raum, die auf keinem Moodboard existiert hat.
Welche Rolle spielt Papeterie dabei?
Eine besondere. Denn sie gehört zu den wenigen Gestaltungselementen, die lange vor dem Hochzeitstag beginnen.
Die Einladung ist häufig der erste physische Kontakt eurer Gäste mit dieser Welt. Papier. Haptik. Sprache. Farbe. Typografie.
Noch bevor jemand den Raum gesehen, die Blumen gerochen oder die Musik gehört hat, entsteht eine Ahnung davon, wie sich dieser Tag anfühlen könnte.
Am Hochzeitstag taucht diese Gestaltung wieder auf. Auf Menükarten, Namenskarten, Sitzplänen, kleinen Botschaften und Details. Als Teil derselben
Geschichte.
FÜR ALLE DIE GERADE VOR ENTSCHEIDUNGEN STEHEN.
Vielleicht ist die wichtigste Frage bei der Hochzeitsplanung deshalb irgendwann nicht mehr: Wo heiraten wir?
Sondern: Wie soll es sich anfühlen, dort zu sein?
Denn Jahre später erinnert ihr euch wahrscheinlich nicht mehr an jede einzelne Entscheidung. Aber ihr erinnert euch an einen Raum
voller Menschen. An Stimmen. Musik. Berührungen. Gerüche. Licht. Vielleicht an einen bestimmten Blick quer über den Tisch.
Wir erinnern uns selten an Räume. Wir erinnern uns daran, wie wir uns in ihnen gefühlt haben.
PHOTO CREDIT: © Sarah Braun • sarahbraun.at
STYLED SHOOTING TEAM:
Konzept & Design: www.weddingfee.at
Fotografie: www.sarahbraun.at
Torte & Sweets: www.traeger.at
Blumen Torte: www.blumen-4jahreszeiten.at
Floristik: www.orangebloom.at
Location: www.operimsteinbruch.at
Bühnenbild: www.tstrassberger.com
Papeteriel: www.feuerundflamme.wedding
Make-Up Artist: www.selby.at
Brautkleid: www.balaskovics.at
Smoking: www.teller.at
Schmuck: www.juwelier-reiss.at
Modelcouple: the.ehart.couple
















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